„…von der Schneckenpost zum Überflieger.“

 

-     EASYWAY -

der kundenfreundliche Weg zu einer einfacheren, effizienteren und sichereren Briefpost- und Paketzustellung

Innovationsprojekt für Brief- und Paketzustellunternehmen

 

© 2015 Maik Berger. www.horizonta.de

Alle Rechte vorbehalten.

 


 

1.  Kunden:

Post- und Paketdienstleister, bundesweit, international.

2.  Einleitung:

Haben Sie schon einmal einen Brief oder ein Paket selbst bei einem ihrer Kunden abgeliefert? Dann kennen sie vielleicht die vielen Probleme, denen sich die Mitarbeiter der deutschen Post- und Paketzusteller heute jeden Tag immer wieder aufs Neue stellen müssen. In Deutschland sind die  technischen Einrichtungen für den Post- und Paketempfang bisher vielfach mangelhaft, da deren Einrichtung und Instandhaltung den Empfängern bisher selbst überlassen wird. In der Abstellung der vielfältigen Missstände beim Postkunden vor Ort und der Einführung von einfachen technisch-logistischen Neuerungen liegt ein enormes Potential für Kosten- und Zeiteinsparungen, für bessere Arbeitsbedingungen und -effizienz, eine höhere Kundenzufriedenheit und natürlich eine sicherere und schnellere Postzustellung. Es ist Zeit für ein neues Dienstleistungsangebot eines großen deutschen Postunternehmens. Es ist Zeit für EASYWAY.

3.  Problemstellung:

Im Unterschied zu anderen Unternehmen befindet sich im Postzustellgeschäft der Arbeitsplatz nicht nur in den  Post-, Logistik- und Verteilerzentren, sondern auch überall dort wo sich die Kunden befinden. Dieser erweiterte Arbeitsplatz mit seinen Herausforderungen und Chancen ist bisher offensichtlich noch nicht in den Fokus der deutschen Postunternehmen geraten. Einem optimalen Zustellbetrieb stehen daher heute einige Dinge im Weg. Besonders in Eigenheimsiedlungen, in städtischen sozialen Brennpunkten, in großen Wohn- und Gewerbeanlagen und im gesamten ländlichen Raum müssen Postzusteller für einzelne Briefe oder Pakete oft unnötigerweise beträchtliche Mühen, Wege und Zeiten aufwenden. Besonders von diesen Problemen betroffen sind Neuzusteller und Krankheitsvertretungen. Sie kennen die Begebenheiten der Zustellorte noch nicht und brauchen deshalb wesentlich mehr Zeit, als Mitarbeiter die sich bereits in ihre örtlichen Kundenverhältnisse eingearbeitet haben. Der Postkunde selbst trägt am schlechten technischen Zustand des Postempfangs wenig schuld. Oft ist ihm gar nicht bewusst, dass die Zustellung bei ihm nicht unbedingt ein Glücksfall für den Zusteller ist. Viele, vor allem ältere Menschen, verfügen weder über das Wissen, noch über das Können, um am Zustand etwas zu ändern.

Briefkästen

·         verschiedenste ungünstige Aufstellorte und Aufstellweisen, z.B. direkt am Haus, an der Hauseingangstür, innerhalb des Grundstückes

·         unleserliche oder ganz fehlende Namensschilder, verblichene Namensschildträger, zu kleine Namensschilder, selbsthergestellte Namensaufkleber

·         lange Wege über Privatgrundstücke von der Straße zum Briefkasten

·         versteckte, kaputte, nicht mehr genutzte und überfüllte Briefkästen

·         unsortierte Briefkastenanlagen in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen

Hausnummern und Klingeln

·         nicht vorhandene oder schwer zu entdeckende Hausnummern

·         unleserliche oder ganz fehlende Namensschilder an der Klingel und an der Wohnungstür

·         kaputte Wechselsprechanlagen, nicht funktionierende Klingeln

Weitere örtliche Umstände

·         abwesende oder nicht antwortende Empfänger und Kunden

·         schwer auffindbare oder weit abseits liegende Grundstücke im ländlichen Raum

·         schlechte Wege, unübersichtliche Wendemöglichkeiten, unerledigter Winterdienst

·         parkende Autos, spielende Kinder, ungünstig abgestellte Gegenstände

·         Hunde, Baustellen und andere Gefahrenquellen auf den Grundstücken

·         Gefahr von Belästigung, Diebstahl und Vandalismus gegen Postmitarbeiter und Posteigentum, besonders in städtischen Brennpunkten

4.  Kundenmeinungen:

Der Postkunde ist betroffen von einer Vielzahl von verspätet oder falsch zugestellten Briefen und Paketen. Auch in der Presse, im Internet und der Öffentlichkeit finden sich immer wieder Beschwerden über schlechten Service. Machen sie sich selbst ein Bild über die momentane Zufriedenheit der deutschen Postkunden. Unter der folgenden Internetadresse finden Sie beispielhaft aktuelle Kommentare von Kunden der Deutschen Post AG zum Thema „Service“:  http://kundendienst-info.de/deutsche-post-service.

1.  Idee:

Die Aufgabenstellung ist klar, denn jeden Tag müssen Postkunden wie auch Postmitarbeiter sich mit mangelhafter Zustellung und schlechten Arbeitsbedingungen befassen. Enorme Mengen Zeit und Geld kosten diese Missstände die deutsche Post- und Paketbranche jedes Jahr. Es ist an der Zeit den Zustellservice beim Kunden und die Arbeitsgeräte und den Arbeitsablauf der Postzusteller entscheidend zu optimieren. Ein Postkundendienst (PKD) wird ab sofort die Aufgabe übernehmen, die Empfangsbedingungen bei allen ca. 40 Millionen deutschen Brief- und Paketadressen nachhaltig zu verbessern und zu vereinheitlichen. In einer Zeit, in der der Internethandel seit Jahren wächst und die Gesellschaft zunehmend altert, ist der PKD genau die richtige Antwort. Der PKD ist der neue Dreh- und Angelpunkt zwischen dem Postunternehmen und den Kunden. Er verwirklicht eine neue Qualität der Zustellung, minimiert den Aufwand und die Kosten für das Unternehmen und verbessert den Kundenservice entscheidend.

2.  Domainverfügbarkeit:

Nach meine Recherchen sind folgende Domains für das Projekt gut geeignet und von BergerWirtschaftsDienst vorsorglich registriert worden.

·         Postkundendienst.de

·         Postkundenservice.de

3.  Motto

Folgende Mottos bzw. Headliner bieten sich an.

·         Postkundendienst – damit Post besser ankommt.

·         Postkundendienst – damit Post sicher ankommt.

4.  Rechtslage:

Die Rechtslage zum Sachverhalt ist in der deutschen Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV) vom 15.12.1999 geregelt:

Auszug aus § 2 Qualitätsmerkmale der Briefbeförderung, Absatz 4

„Briefsendungen sind zuzustellen, sofern der Empfänger nicht durch Einrichtung eines Postfaches oder in sonstiger Weise erklärt hat, dass er die Sendungen abholen will. Die Zustellung hat an der in der Anschrift genannten Wohn- oder Geschäftsadresse durch Einwurf in eine für den Empfänger bestimmte und ausreichend aufnahmefähige Vorrichtung für den Empfang von Briefsendungen oder durch persönliche Aushändigung an den Empfänger zu erfolgen. Kann eine Sendung nicht gemäß Satz 2 zugestellt werden, ist sie nach Möglichkeit einem Ersatzempfänger auszuhändigen, soweit keine gegenteilige Weisung des Absenders oder Empfängers vorliegt. Ist die Wohn- oder Geschäftsadresse des Empfängers nur unter unverhältnismäßigen Schwierigkeiten zu erreichen oder fehlt eine geeignete und zugängliche Vorrichtung für den Empfang von Briefsendungen, kann der Empfänger von der Zustellung ausgeschlossen werden. Der Betroffene ist von dem beabsichtigten Ausschluss zu unterrichten.“ Quelle:  gesetze-im-internet.de/bundesrecht/pudlv/gesamt.pdf

5.  Ursachenforschung und kleine Marktstudie (siehe auch beiliegendes Bildmaterial auf CD-ROM für ihre Diashow):

Konkreter technischer Zustand der Postempfangseinrichtungen beim Kunden

In einer kleinen Marktstudie vom 01.05-27.10.2015 habe ich an verschiedenen Standorten (ländliche Region, Großstadt) genauer den Zustand der für den Post- und Paketempfang beim Kunden relevanten privaten technischen Einrichtungen stichprobenartig untersucht. Dabei hat sich folgender momentaner Zustand ergeben. Die rechnerischen Angaben sind geschätzt. Die Dokumentation finden Sie auf der beiliegenden CD-ROM. Die Fotos betrachten sie ganz einfach über eine Diashow. Bitte lesen Sie jedoch zuerst dieses Kapitel.

·         Bei weit über 50% der Briefkästen ist der Name gar nicht vorhanden oder nur schwer lesbar. Verschiedene Umstände sind dafür verantwortlich, dass die Zusteller heute gute Augen und ein sehr gutes Gedächtnis brauchen, um ihre Aufgaben täglich zu bewältigen.

1.    Das Namensschild wurde vom Kunden nicht eingesetzt. Oftmals sind die Namensschildträger nur schwer zu öffnen. Man benötigt dafür einen Schraubenzieher oder ähnliches. Viele Kunden befürchten sicherlich den Träger abzubrechen oder sind handwerklich nicht in der Lage diese Arbeit zu erledigen. Sicherlich glauben einige Kunden auch, dass die Zuordnung der Post bei Einfamilienhäusern einfach über die Hausnummer erfolgen kann. Sie bedenken dabei nicht, dass der Zusteller z.B. bei einer Paketersatzzustellung beim Nachbarn, den Namen des Ersatzempfängers nicht auf der Sendung ablesen kann. Er muss dann den Ersatzempfänger erst nach dem Namen fragen.

2.    Die Schrift auf dem Namensschild ist kaum lesbar. Natürlich sind handschriftliche Einträge auf den Papierschildern, die in die Namensschildträger eingelegt werden, oft nur sehr schwer zu lesen. Die Schriftart, Schriftgröße und -dicke lässt oft zu wünschen übrig. Aber auch Kunden die mit dem Computer eigentlich gute Namensschilder ausgedruckt haben sind betroffen. Unter der starken UV-Strahlung der täglichen Sonne am Briefkasten verblassen die Namensschilder innerhalb von wenigen Monaten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Ausdrucke die mit gängigen Tintenstrahldruckern gemacht werden, wesentlich schneller verblassen (ca. 2-3 Monate) als Ausdrucke mit Laserstrahldruckern. Da die meisten Menschen heute kostengünstige Tintenstrahldrucker im Privatbereich verwenden, sind viele dieser gedruckten Namensschilder unbrauchbar. Auch der normale Kugelschreiber oder Farbfaserstift ist für Namensschildeinträge ganz offensichtlich ungeeignet.

3.    Der Namensschildträger ist stark verblasst und verfärbt. Aus dem Werk kommen die Briefkästen mit durchsichtigen  Namensschildträgern. Doch das Kunststoffmaterial leidet ebenfalls sehr unter der UV-Strahlung der Sonne. Bei älteren Briefkästen ist oft ein Milchglaseffekt zu beobachten. D.h. die durchsichtigen Plastikträger für die Namensschilder verwittern, bis das darin befindliche Namensschild kaum noch zu lesen ist.  Innerhalb von wenigen Jahren ist das Material nur noch schwer durchsichtig und hat eine gelblich-trübe Farbe angenommen. Das Namensschild ist daher nicht mehr lesbar.

4.    Viele Namen auf einem kleinen Namenschild. Besonders im großstädtischen Bereich, wo Wohngemeinschaften und große Familien auf engem Raum anzutreffen sind, sind die Namensschildträger auf den Standardbriefkästen einfach überlastet. Die Träger bieten aufgrund ihrer Größe im Prinzip nur Platz für einen einzigen Namen. Also muss der Kunde diesen geringen Platz nutzen, um alle Empfänger unterzubringen. Die Folge sind winzige, kaum erkennbare Namen. Oder aber die Kunden weichen darauf aus, den ganzen Briefkasten mit selbst erstellten Namensschildern zu bekleben. Da oft auch noch andere bunte Aufkleber den Briefkasten zieren, ist es schwer den Namen gleich auf den ersten Blick zu entdecken. Es ist fraglich warum die Hersteller ihre Briefkästen überhaupt mit so unbrauchbaren kleinen Namensschildträgern ausstatten. Offensichtlich gibt es hier Verbesserungsbedarf.

5.    Der Briefkasten ist mit Aufklebern beklebt, bemalt oder besprüht. Besonders im städtischen Bereich finden sich viele Briefkästen und Hausklingelanlagen die mit einer Vielzahl von verschiedensten Aufklebern beklebt, beschriftet oder sogar mit Graffitis oder Filzstift-Tags bemalt oder besprüht sind. Dabei handelt es sich um Namensaufkleber und -beschriftungen, aber auch um Aufkleber die mit der Postzustellung nichts zu tun haben, wie z.B. politische Stellungnahmen. Hier ist es oft schwer aus der Vielzahl der Schilder, Wörter und Farben das Namensschild des Empfängers zu identifizieren.

·         Der Briefkasten ist nicht vorhanden, schwer auffindbar, zu weit weg von der Strasse, ungünstig angebracht oder fehlerhaft gebaut. Der Briefkasten soll die Post sicher aufbewahren, damit sie den Kunden erreicht, auch wenn dieser nicht zu Hause ist. Bisher finden sich viele Varianten der Anbringung, was dazu führt, dass der Zusteller sich einer Vielzahl von negativen Effekten gegenübersieht.

1.    Wenige Meter und Zentimeter mit großer Wirkung. Der Aufstell- oder Aufhängort des Briefkastens ist sinnvollerweise bei den meisten Haushalten in der Nähe vom Gehweg oder der Straße zu finden. Oft finden sich Briefkästen am Gartenzaun, am Eingangstor oder an der Eingangstüre. Entscheidend ist jedoch die Erreichbarkeit mit dem Postdienstfahrzeug. Und da machen wenige Meter und Zentimeter viel aus. Da Postzusteller Privatgrundstücke normalerweise nicht befahren (dürfen) oder das Fahrzeug den Briefkastenort oft nicht unmittelbar erreichen kann, bleibt nur noch die Möglichkeit das Fahrzeug zu verlassen. Also muss der Zusteller aus dem Auto aussteigen, das Fahrrad aufständern oder beim Postwagen die Feststellbremse bedienen und die Meter zum Briefkasten extra zurücklegen. Der Alltag des Postzustellers im ländlichen Raum oder in Eigenheimsiedlungen besteht daher zum Großteil aus Kurzstrecken von etwa 10 -30m mit dem Fahrzeug,  dem ständigen Bedienen der Fahrzeugeinrichtungen, also der Autotüren, des Fahrradständers  und der Feststellbremse und den mehr oder weniger kurzen Fußmärschen bis zum Einwurf der Sendung. Der Beruf des Postzustellers zählt damit sicherlich zu den körperlich anspruchsvollsten Arbeitstätigkeiten in Deutschland. Nicht vergessen sollte man, dass der Zusteller dabei allen Wettern weitgehend ungeschützt ausgesetzt ist. Denn Regenschirme oder Gummistiefel würden die Arbeit eher erschweren statt erleichtern.   

2.    Briefkästen innerhalb des Privat/Firmengrundstückes und fehlende Briefkästen. Besonders häufig beobachtet man Kundenbriefkästen, welche nicht an der Straße sondern innerhalb des Grundstückes, oft in der Nähe der Gebäudeeingangstür, angebracht sind. Diese für den Kunden sehr bequeme Art der Briefzustellung mag bei Mehrfamilienhäusern mit vielen Briefkästen oder Gewerbegebäuden mit Zufahrt sinnvoll sein. Besonders bei Einfamilienhäusern mit Zaun und verschließbarem Gartentor sind diese Briefkästen aber ein echtes Zustellhindernis. Der Postbote muss für jeden einzelne Zustellung das Grundstückstor öffnen, mehrere Meter zurücklegen und wieder zurück zur Straße laufen, wo er das Tor wieder verschließen muss. Diese Briefkästen kosten enorm viel Zeit. Außerdem besteht die Gefahr von Wegeunfällen. Autos, Gartenmöbel oder Pflanzen sind oft im Weg. Manche Empfänger verzichten auch gleich ganz darauf einen Briefkasten anzubringen und erwarten, dass die Post persönlich abgegeben wird.

3.    Ungünstige Anbringweisen und selbstgebaute Briefkästen. Auch wenn Briefkästen an relativ guten Stellen angebracht sind, ist es für den Briefträger oft schwerer als nötig die Post einzuwerfen. Zeigt der Öffnungsschlitz nicht zur Straße und ist der Briefkasten nicht außerhalb des Grundstückes angebracht, muss der Briefträger unnötigerweise umständliche Bewegungen ausführen, z.B. über Zäune oder um die Ecke reichen. Selten aber wichtig sind alte Briefkästen oder Selbstbau-Briefkästen, welche die DIN-Norm nicht erfüllen. Ist der Briefkasten zu klein können Kataloge und Großbriefe nicht eingeworfen werden. Oder der Briefkasten kann nicht alle Sendungen gleichzeitig aufnehmen. Dann muss der Zusteller klingeln oder die Post wieder mitnehmen. Selbstgebaute Briefkästen sind oft größer und besser als handelsübliche. Manchmal sind diese Kästen aber auch sehr improvisiert, baufällig oder bieten keinen ausreichenden Schutz vor Regen und Schnee.

·         Die Hausnummer ist von der Straße aus nicht oder nur schwer zu entdecken. Besonders in Eigenheimsiedlungen und im ländlichen Bereich sind Hausnummern die absolute Grundlage für die Paketzustellung und deren Beschaffenheit von enormer Bedeutung für eine schnelle und unkomplizierte Zustellung.  Wer mit dem Transporter auf einer Straße entlangfährt und dabei auch noch durch andere Verkehrsteilnehmer bedrängt wird, braucht unbedingt gut sichtbare Hausnummern. Dies ist auch wichtig um Unfälle zu vermeiden, denn je mehr der Fahrer nach der Hausnummer blickt, desto weniger kann er auf die Straße blicken. In der Praxis ist es oft so, dass an den Stellen wo eine Hausnummer zu erwarten wäre, sich oft keine findet.  Oft muss man an drei bis vier Häusern vorbeifahren, bis man eine Nummer entdeckt.

1.    Ungeeigneter Ort. Über den besten Ort für Hausnummern ist man sich in Deutschland uneinig. Viele Häuser tragen sie an der Eingangstür oder an der Hauswand. Das macht aber manchmal Probleme, wenn Bäume, Nebengebäude oder Autos die Sicht von der Straße versperren.  Vorteilhafter sind Hausnummern direkt an der Einfahrt des Grundstückes. Oft werden sie in der Nähe des Briefkastens an einer Mauer oder einer Steinsäule angebracht. Diese Nummern werden aber oft durch parkenden Autos, vor allem Transporter und LKW, verdeckt.

2.    Schlechte Lesbarkeit. Hausnummern gehören in Deutschland nicht gerade zu den auffälligsten Schmuckelementen des Hauses. Oft ist die Farbgebung, die Schriftart, der Kontrast zum Untergrund und die Größe so angelegt, dass man lange suchen muss. Ein Hindernis in einer Zeit, wo man von den Postdienstleistern eine schnelle Zustellung erwartet.

3.    Fehlende Nummern am Haus. Hausnummern kosten Geld und für die Anbringung braucht man etwas Zeit, oft eine Leiter und diverse Werkzeuge. Es gibt kaum gewerbliche Dienstleister, die sich explizit um diese Aufgabe kümmern. Darum bevorzugen es einige Kunden gar keine erst anzubringen. Ältere Kunden sind oft nicht in der Lage dazu.  Also schreiben oder kleben die Kunden die Hausnummer an den Briefkasten. Das ist einfach, der Paketzusteller hat aber nichts davon, weil er vom Auto aus die kleine Schrift kaum erkennen kann. Im Prinzip findet heute die Zuordnung vieler Häuser zu ihren Hausnummern über die Nachbarhausnummer und durch weiterzählen von Haus zu Haus statt .

Fehlende Informationen für Postkunden seitens der Postdienstleister

Der Kundenbriefkasten wird bisher im Informationsangebot der Postdienstleister im Internet und in den Broschüren nicht genannt. Offensichtlich sind die Probleme des mangelhaften Zustellservice und die Möglichkeiten der Abhilfe bisher noch nicht in das Blickfeld der Unternehmens gelangt. Die Unternehmen überlassen die Art und Weise des Post- und Paketempfangs den Kunden bisher vollständig selbst.

·         Eine Recherche vom 05.04.2015 auf der Internetseite des größten deutschen Briefdienstleisters Deutsche Post AG (deutschepost.de) ergab, das dort keinerlei Informationen über den optimalen Zustand von Kundenbriefkästen, Namensschildern oder Hausnummern zur Verfügung gestellt werden. Lediglich die ordentliche Beschriftung auf den Briefen oder der Standort von Postversandbriefkästen wird erwähnt, wenn es um den Begriff „Briefkasten“ geht. Als Kundendienst oder Kundenservice werden auf den Internetseiten der Deutschen Post AG nur Auskünfte über Filialstandorte, Öffnungszeiten, Versand- und Portokosten oder die Sendungsverfolgung angeboten.

Desinformation der Kunden seitens der Briefkastenhersteller

·         Eine weitere Recherche bei gewerblichen Anbietern von Briefkästen ergab sogar, dass dort dem Kunden empfohlen wird, den Briefkasten aus Wetterschutzgründen direkt am Haus oder unmittelbar an der Eingangstür anzubringen. Für den Postdienstleister und die schnelle Zustellung ist das oftmals die schlechteste Variante.

Positive Ansätze vor allem im Paket- und Online-Bereich

·         Als positiven Ansatz ergab die Recherche, dass der Paketdienstleister DHL (www.dhl.de) auf seiner Internetseite bereits einen  „Empfängerservice – Wunschnachbar“ anbietet. Bei den deutschen Paketdienstleistern werden inzwischen fast überall technische Neuerungen, wie online-Sendungsverfolgung oder nutzergesteuerte Paketzustellung, angeboten.  Seit einigen Monaten kündigt die Deutsche Post DHL Group das Aufstellen von Paketbriefkästen in Mietshäusern in Berlin an. Auch einige StartUp-Unternehmen bieten inzwischen Paketbriefkästen für den privaten Betrieb an. Diese neuen Serviceangebote zeigen bereits in die richtige Richtung.

6.  Projektgegenstand:

Die Aufgaben des Postkundendienst (PKD) sind vielseitig und für einen dauerhaft sicheren und effizienten Postbetrieb auch dauerhaft zu betreiben. Die Aufgaben gliedern sich in die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und praktische Dienstleistungen beim Kunden vor Ort.

Öffentlichkeitsarbeit

·         Die präventive Vermeidung von Zustellhindernissen, z.B. bei Neubauten oder Umzügen, durch eine ausführliche Aufklärungs- und Informationskampagne ist sicherlich die kostengünstigste und kundenfreundlichste Art und Weise Mängel abzustellen und von vornherein zu vermeiden.

1.    Der PKD informiert daher zunächst ausführlich auf den Internetseiten des jeweiligen Postdienstleisters über alle Gegebenheiten, die bei der Postzustellung hinderlich sind und ermuntert die Kunden zu freiwilligen Verbesserungen. Ist der Postkunde ausreichend informiert, so können Zustellhindernisse von vornherein vermieden werden.

2.    Als nächstes verschickt der PKD Briefe oder Broschüren an alle Haushalte und klärt über die besten praktischen Rahmenbedingungen der Postzustellung beim Kunden auf. Er erläutert die rechtlichen Grundlagen und fordert zu selbstständigen Verbesserungen durch die Kunden auf. Bis alle Kunden ausreichend informiert sind, sollte mind. ein ganzes Jahr eingeplant werden.

3.    Da bisher kaum Sensibilität und Wissen für das Thema Zustellbedingungen beim Postkunden vorhanden ist, sind diese momentan sehr mangelhaft. Der Spagat zwischen Kundenservice und Betriebswirtschaftlichkeit ist aber leicht zu schaffen, wenn der PKD dem Kunden vermitteln kann, dass die Veränderungen nicht nur dem Postdienstleister zugute kommen, sondern in erster Linie dem Postempfänger und den Mitarbeitern des Postunternehmens.

Dienstleistungen beim Kunden vor Ort

Mithilfe des PKD kann das jeweilige Postunternehmen und der Kunde gemeinsam die individuell günstigste Lösung für eine optimale Postzustellung finden. Jeder Postkunde hat andere Vor-Ort-Umstände und auch persönliche Bedingungen, die berücksichtigt werden müssen. Besonders ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen sollen natürlich weiterhin den vollen An-die-Haustür-Service der Postdienstleister geniessen können. Freundlichkeit und tatkräftige Mithilfe bei der optimalen Bewältigung des Alltages verschiedenartigster Menschen und Unternehmen sollten die Arbeit des PKD prägen.

·         Nachdem genügend Zeit für selbstständige Verbesserungen durch die Kunden verstrichen ist, erfasst der PKD, evtl. unter Mithilfe der Postzusteller, alle Zustelladressen mit mangelhaften, erschwerten oder sogar gesetzeswidrigen Bedingungen. Bei diesen Zustellorten tritt der PKD dann auch direkt vor Ort mit tatkräftiger Hilfe in Aktion. Mit einem einfachen Anruf oder Brief kündigt er sich an und bittet um einen Vor-Ort-Termin.

1.    Keineswegs soll der PKD die Kunden vor Ort unter Druck setzen oder Maßnahmen androhen. Im Gegenteil ist es die Aufgabe des PKD die Kommunikation zw. den Kunden, den Postdienstmitarbeitern und auch innerhalb des Postunternehmens zu verbessern. Beim PKD hat der Kunde nicht nur die Möglichkeit sein positives oder negatives Feedback über den Postdienstleister loszuwerden, sondern kann nun auch darauf hoffen, dass mangelhafte Zustände schnellstens beseitigt werden.

7.  Projektaufgaben:

Folgende konkrete Verbesserungen sind Gegenstand der täglichen Arbeit des PKD und der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Postunternehmens.

Briefkastenmanagement:

Der Briefkasten gehört zu den Arbeitsmitteln des Briefträgers. Während es den Kunden kaum stört, einmal am Tag einige Meter mehr zum Kasten zurückzulegen, ist es für den Briefträger Schwerstarbeit, dies einige hundert mal am Tage zu tun. Der PKD bietet daher praktische Hilfe für alle Kunden, deren Briefkästen die Zustellung unnötig erschweren.

·         Der PKD berät den Kunden kostenlos zur optimalen Gestaltung seines Briefkastens. Bei Mängeln bietet der PKD dem Kunden für einen geringen Pauschalkostenbetrag oder bei kleineren Mängeln sogar umsonst, die sofortige Abstellung des Mangels an. Dazu hat der PKD immer eine Auswahl an neuen Briefkästen, Ersatzteilen, Aufstell- und Anbringelementen (z.B. für Gartenzäune) und das zugehörige Werkzeug mit dabei, um die Sache sofort und für den Kunden kostengünstig zu erledigen. Dabei achtet der PKD darauf, dass alle Kriterien für eine optimale Zustellung erfüllt werden und eine gute individuelle Lösung gefunden wird.

1.    Der Postzusteller sollte den Briefkasten in der Nähe des Grundstückszugangs (Gartentor, Einfahrt) zum Hauseingang vorfinden und der Briefkasten sollte sich immer so nah wie möglich an der Straße befinden. Außerdem sollte die Öffnung zur Straße zeigen. Oft bieten sich die Grundstückszäune oder -tore geradezu als optimaler Briefkastenstandort an. Auch die Höhe der Anbringung muss genau überprüft und auf die Art der Zustellung abgestimmt werden. So kann der Zusteller die Briefe direkt vom Fahrrad, Auto oder vom Postwagen aus in den Briefkastenschlitz einwerfen, ohne dass er das Auto verlassen, das Fahrrad aufständern oder den Postwagen abstellen muss. Jeder unnötige Abstell- (Fahrrad) oder Aussteigevorgang (Auto) kostet den Briefträger Zeit und Kraft. Außerdem ist der Standort des Briefkastens so zu wählen, dass dieser nicht optisch einem anderen Grundstück zugeordnet werden kann.

2.    Der optimale Einzelbriefkasten sollte sicherstellen, dass der Zusteller das Grundstück des Kunden gar nicht erst betreten muss. Das Öffnen der Grundstückstore und der Weg über das Grundstück ist nicht selbstverständlicher Teil der Postzustellung, sondern ein Service der älteren, kranken und behinderten Menschen zur Verfügung gestellt werden kann. Dies ist auch wegen der Diebstahlsicherheit für Briefe und Pakete von enormer Wichtigkeit, denn viele Sendungen enthalten beträchtliche Wertsachen. Diese Forderung trifft vor allem auf Einzelbriefkästen zu. In städtischen Bezirken ist die Aufstellung der Briefkastenanlagen innerhalb des Mehrfamilienhauses aus Platz- und Sicherheitsgründen sicherlich sinnvoll und aufgrund der vielen Empfänger ist der Mehraufwand für den Zusteller zu verschmerzen. In jedem Fall lohnt sich eine Prüfung vor Ort.

3.    Außerdem sind die ausreichende Größe, das Alter, die Funktionsfähigkeit, die Witterungsdichte, die Einwurfschlitzgröße und andere Merkmale des Briefkastens gemäß DIN zu bewerten. Die Abmessungen von Hausbriefkästen sind in der Norm "DIN EN 13724" geregelt. Auch Großbriefe, Zeitschriften und Kataloge sollten problemlos eingeworfen werden können. Viele Haushalte haben kein Zeitungsrohr als Alternative. Zeitungsrohre bieten auch keinerlei Diebstahlschutz. 

4.    Besonders in städtischen Gebieten und Großwohnanlagen spielt die Briefkastensicherheit eine wichtige Rolle. Besonders zur Silvesterzeit ist das Briefkastensprengen mit Feuerwerkskörpern ein weit verbreiteter Jugendspaß. Auch der Diebstahl von Post wird erleichtert, wenn sich der Briefkasten außerhalb des Grundstückes befindet, statt direkt am Haus oder Hauseingang. Viele Postkunden wählen daher einen Standort innerhalb des Grundstückes. Der PKD sollte auf diese Sorgen der Bürger eingehen. Wichtig ist vor allem das Verwenden von stabilen, einbruchssicheren Briefkästen, welche auch einmal einen Angriff überstehen. Für den Silvesterfall sollte der PKD eine technische Lösung für den zeitweisen festen Verschluss des Einwurfschlitzes anbieten, z.B. das Verschließen des Briefkastens von innen oder das Zukleben oder Arretieren des Einwurfschlitzes, z.B. mit Paketklebeband. Evtl. lassen sich auch hier zusammen mit den Briefkastenherstellern einfachere Lösungen für die Kunden entwickeln.

Sackgassenbriefkästen, Sammelbriefkastenanlagen und Postdienstleistungsstationen

Wir kennen es aus Skandinavien und auch in der ehemaligen DDR waren sie üblich. Sammelbriefkästen und Sackgassenbriefkästen ermöglichen dem Postunternehmen enorme Zeit- und Wegeeinsparungen. Nicht nur in Schweden, auch in vielen ländlichen Regionen Deutschlands gibt es viele Grundstücke, die sich in Einzellage abseits der Dörfer und Straßen befinden. Auch für kleine Ortsteile mit vielen Sackgassen und abgeschlossene Gewerbegebiete mit gemeinsamer Zu- und Ausfahrt, ist sicherlich die Aufstellung eines zentralen Sammelbriefkastens sinnvoll. Wenn alle Empfänger den Ort täglich über dieselbe Zuwegung befahren und verlassen, dann ist es für die Kunden problemlos möglich die Post an dieser Zuwegung zu empfangen. Man beobachtet in Deutschland immer wieder von Kunden eigenständig eingerichtete Sackgassenbriefkästen. Da es aber bisher keine rechtlichen Regelungen und unternehmerisches Engagement zu diesem Thema gibt, befinden sich diese oft an Bäumen, wirken improvisiert und sind leicht zu entwenden, was ein großer Nachteil für die Kunden ist. Briefkästen im öffentlichen Raum lassen sich auch sehr gut mit öffentlichen Paketkästen (siehe unten) oder mit anderen Automatendienstleistungen kombinieren.

·         Der PKD berät sich mit Kunden und Gemeinden über die Aufstellung von privaten Briefkästen im öffentlichen Raum oder auf Privatgrundstücken. Er stellt Aufstellhilfen, sichere Briefkästen und in Einzelfällen sogar ganze Briefkastenanlagen zur Verfügung und führt die notwendigen Bauarbeiten durch.  Er sorgt für die Sicherheit und Wartung dieser öffentlichen-privaten-betrieblichen Briefempfangseinrichtungen. Durch das Anbringen von Postversandbriefkästen, Paketsendeautomaten oder anderen Automaten können diese Briefkastenanlagen je nach Bedarf zu kleinen Dienstleistungszentren weiterentwickelt werden

1.    Besonders für Grundstücke in Einzellage mit schlechter Zuwegung, Wendemöglichkeit und  Sackgassengrundstücke sollte der PKD in Zusammenarbeit mit dem Besitzer eine bessere Lösung suchen, als für einzelne Briefsendungen beträchtliche Wegstrecken in Kauf zu nehmen. Je länger die Sackgasse und je schwieriger die Zuwegung ist, desto größer sollte das Bemühen des PKD sein, den Besitzer zu einem besseren Aufstellort seines Briefkastens, z. B. direkt an der nächsten größeren Straße oder Wohneinheit zu bewegen. In Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden findet sich sicherlich ein geeigneter Standort auf öffentlichem Grundstück.

2.    Finden sich viele Empfänger in einem abgeschlossenen Ortsteil, Areal oder Betriebsgelände, welches nicht durchfahren werden kann, dann sind Sammelbriefkastenanlagen sicher die beste Lösung. Sammelbriefkastenanlagen die durch das Postunternehmen selbst betrieben werden, bieten dem Kunden den Vorteil des besonderen Schutzes. Durch eine massive Bauweise, eine gute Standortwahl und technische Möglichkeiten können Sammelbriefkästen im öffentlichen Raum besser geschützt und versorgt werden.

3.    Durch die Kombination von wahlweise Sammelbriefkastenanlagen, öffentlichen Paketkästen, Postversendebriefkästen,  Paketversendeautomaten und Briefmarkenautomaten an einem Ort kann das Postunternehmen mit Hilfe des PKD ein weitreichendes Dienstleistungsangebot, vor allem im ländlichen Raum und in Gewerbegebieten, zur Verfügung stellen. Post zu verschicken und Post zu empfangen sind tägliche Vorgänge. Kann der Postkunde diese an einem einzigen naheliegenden Ort komplett (inkl. Portokauf) erledigen, dann ist das sehr praktisch. Besonders ältere Menschen in ländlichen unterversorgten Regionen würden davon profitieren. Auch Automaten für Schreibwaren (Briefumschläge), für Telefondienstleistungen (Handy-Karten) oder Getränke könnten das Serviceangebot weiter ergänzen.

Empfängeridentifikation

Der PKD sorgt dafür, dass alle Kunden ausreichend sichtbare und einwandfrei leserliche Namensschilder mit der richtigen Schriftart, Schriftgröße und -dicke an ihre Empfangsstellen anbringen können. Jeder Kunde sollte bei Bedarf kostenlose standardisierte und wetterfeste Namensschilder bekommen können, die in die Namensschildträger einzufügen oder auf diese aufzukleben sind.

·         Der PKD versorgt alle Postkunden dauerhaft per Internet, per Brief, über die Postfilialen oder direkt beim Kunden vor Ort kostenlos mit fertigen Namensschildern oder Namensaufklebern die eine Langzeitsichtbarkeit garantieren.

1.    Die Schriftgröße und Schriftart des neuen Namensschildes sollte so beschaffen sein, dass der Zusteller den Namen des Empfängers bereits vom Auto aus lesen kann. Im Idealfall ist das Namensschild weiß mit schwarzer Schrift, denn der überwiegende Teil aller Empfänger beschriftet so. Das Namensschild sollte einige Jahre nutzbar sein, d.h. die Druckertinte muss UV-stabil sein (mindestens Laserdrucker) oder es müssen spezielle Aufklebermaterialien (Textil, Plastik) für den Außenbereich verwendet werden. Die Realisierung dieser Maßnahme kann per Brief, persönlich vor Ort, über die Postfilialen oder ein Internetbestellportal realisiert werden. In diesem Zusammenhang sollte der Kunde darüber informiert werden, dass auch ältere Postdienstmitarbeiter noch als Zusteller tätig sind.

2.    Im Falle von verblichenen Namensschildträgern am Briefkasten sollte der PKD Namensschildaufkleber als Ersatz mitführen. Besonders bei unehelichen Partnern, Wohngemeinschaften und längeren Nachnamen reicht oft der Platz auf dem Namenschildträger nicht für eine leserliche Identifikation der verschiedenen Empfänger aus. Besonders hier sollten wetterfeste Aufkleber als Ersatz für kleinschriftliche und fantasievolle Namensschilder zum Einsatz kommen.

3.    Verschmutzte, bemalte und beklebte Briefkästen, Klingelanlagen und Namensschilder werden vom PKD gereinigt. Im Idealfall sollte sich auf dem Briefkasten oder der Klingelanlage nur das weiße Namensschild mit schwarzer Schrift befinden. Aufkleber für andere Postprodukte, z.B. Zustellaufkleber für  Zeitungszusteller oder „Keine Werbung“-Aufkleber, sollten sich farblich vom Namensschild unterscheiden. Dies sollte mit den anderen Medienanbietern abgestimmt werden. So wird vermieden, dass der Zusteller mehrere verschiedene Aufkleber ablesen muss, um den Namen des Empfängers herauszufinden. Sämtliche unnötige Aufkleber, Beschriftungen und Beschmutzungen sind vom Kunden oder dem PKD mit geeigneten Mitteln und Werkzeugen schonend zu entfernen. 

4.    Auch nicht genutzte Briefkästen gehören zum Repertoire des PKD. Oft wird nach dem Auszug einer Mietpartei aus einer Wohnung der Briefkasten einfach sich selbst überlassen. Der PKD befreit hier den Briefkasten von ungültigen Namensschildern und verschließt diesen mit Klebeband. So ist der Briefkasten für den Zusteller bereits auf den ersten Blick als ungenutzt erkennbar. 

Hausnummern-, Türklingel- und Sprechanlagen

Neben den Briefkästen sind oft die Hausnummern ein großes Problem. Ein falscher Anbringort der Hausnummer, die Art und Weise der Ausführung und fehlende oder schwer auffindbare Stücke machen den Paketzustellern die Arbeit schwerer als sie sein müsste.

·         Der PKD überprüft daher das Vorhandensein und die Sichtbarkeit von Hausnummern beim Kunden. Er bietet handwerkliche Hilfe beim Anbringen und Umsetzen, neue und bessere Hausnummern oder das Entfernen von Sichthindernissen.

1.    Im Idealfall sollte sich die Hausnummer direkt oberhalb der Eingangstüre befinden, oder aber gut sichtbar an der Hauswand in der Nähe der Einfahrt. Sie sollte nicht von Bäumen oder anderen Hindernissen verdeckt sein und von der Strasse von allen Seiten gut zu sehen sein. Ist die Anbringung am Haus ungünstig, dann kommt auch ein Zaunpfosten an der Einfahrt in Betracht. Die Farbe der Hausnummer sollte sich ausreichend vom Hintergrund abheben.

2.    Für einen günstigen Preis bietet der PKD dem Kunden das Anbringen einer neuen Hausnummer oder das Versetzen einer Hausnummer an. Auch die Funktionsfähigkeit von Türklingeln und Sprechanlagen sollte überprüft werden. Viele Pakete werden nicht richtig zugestellt, nur weil die Klingel schlecht  funktioniert. Auf Wunsch des Kunden schaut sich der PKD das Klingelsystem an und organisiert wenn nötig im Einvernehmen mit dem Kunden einen Elektroinstallateur.

Umweltschutz und Zustellsicherheit

Der Briefkasten ist in erster Linie für den gesetzlich geregelten Briefverkehr da. Briefe sind auch in Zeiten des Internet immer noch die verbindlichste Methode um Rechnungen, Kündigungen, Widerrufe und andere wichtige, rechtswirksame Maßnahmen vorzunehmen. Der Mißbrauch des Briefkastens durch Werbeunternehmen ist daher nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Kunden ein ernst zu nehmendes Problem.  Besonders ärgerlich für Postkunden sind wichtige Briefe, die in den Werbemassen versteckt aus Versehen in den Abfall geworden werden. Auch mir ist es schon mehrmals passiert, dass ich eine Mahnung für eine Rechnung erhalten habe, obwohl die Rechnung nie bei mir angekommen ist. Ich schätze, dass ein Teil der Mahnungen für Rechnungen auf aus Versehen mit der Werbung weggeworfene Briefe zurückgeht. Das ist ärgerlich, weil die Mahnkosten oft um die 5,-€ pro Rechnung liegen und man sich dem Vorwurf der schlechten Zahlungsmoral aussetzt.

·         Der PKD versorgt die Postkunden kostenlos mit einfachen Aufklebern zum Schutz des Kunden und der Postmitarbeiter vor überfüllten Briefkästen.

1.    Um die Zustellsicherheit zu gewährleisten, sollte jeder Kunde kostenlose Aufkleber „Bitte Keine Werbung! Der Umwelt und Post zuliebe.“ vom PKD erhalten. So können auch überfüllte Briefkästen, z.B. bei Urlaubs- oder Geschäftsreisen des Kunden,  vielfach vermieden und die jederzeit reibungslose und sichere Zustellung aller Briefe gewährleistet werden. Viele Briefkastenbesitzer sind sicherlich für diesen Service dankbar, denn oft fehlt das Schild nur, weil der Kunde das Anbringen versäumt hat oder weil keine wetterfesten Materialien zur Verfügung stehen. 

Briefkasten- und Klingelanlagen

Je mehr Empfänger an einer gemeinsamen Adresse und Hausnummer wohnen, desto langwieriger und zeitaufwendiger ist das Zustellen von Sendungen, denn die Sendung kann nicht einfach sofort eingeworfen oder abgegeben werden, wie am Einzelbriefkasten. Schon ab einer Briefkastenanlagegröße ab 6 Einheiten nimmt die Suche nach dem Empfänger  beträchtliche Zeit in Anspruch. Nicht umsonst gibt es in sehr großen Wohnanlagen Empfangsdienste oder eine Nummerierung der Briefkästen und Wohnungen, was dazu führt, dass auf den Briefen und Paketen weitere Adresszusätze, wie z.B. das Stockwerk oder eben die Briefkasten- oder Wohnungsnummer des Empfängers, vermerkt sein müssen. Fehlen diese Adresszusätze, kann das Zustellen eines einzelnen Briefes in einer Großwohnanlage, schon auch mal eine Minute oder mehr dauern. Diese Adresszusätze sind jedoch nur in großen Wohnanlagen üblich. Bei den meisten kleineren Briefkastenanlagen sind die Empfänger genau so sortiert, wie die Klingelanlagen, nämlich nach dem Stockwerk in dem der Wohnungsinhaber wohnt oder indem sich eine Geschäftsadresse befindet. Üblicherweise befindet sich aber auf den Briefen bei kleineren Briefkastenanlagen bis ca. 30 Einheiten keinerlei Adresszusatz. Die übliche Praxis der Sortierung von Briefkastenanlagen nach Stockwerken ist für den Briefpostdienst nur wenig bis gar nicht nützlich. Dem Paketdienst nützt nur die Sortierung der Klingelanlage nach Stockwerken, weil dieser den Empfänger direkt an der Wohnungstür aufsuchen muss und die Briefkastenanlage nicht nutzt. Gerne klingeln die Paketdienste bei Nichtanwesenheit des Empfängers bei Nachbarn die im Erdgeschoss wohnen, um einen leicht erreichbaren Ersatzempfänger zu finden. Doch oft sind auch die Klingelanlagen mangelhaft oder sogar fehlerhaft sortiert. Im bisherigen Briefkasten- und Klingelanlagenchaos muss der Mitarbeiter des Postdienstes für jeden Empfänger einzeln die gesamte Briefkastenanlage nach dem richtigen Briefkasten absuchen. Auch hier ist die Aufklärungsarbeit und praktische Hilfe des PKD gefragt und lohnenswert.

·         Die sinnvollste Sortierung von Empfängern bei Briefkastenanlagen ab 6 bis etwa 30 Einzelbriefkästen ist die Sortierung nach dem Alphabet. Die allermeisten Briefkastenanlagen verfügen über auswechselbare Namensschilder und Schlösser. Mit nur wenigen Handgriffen ist es dem PKD, dem Hausverwalter oder dem Hausmeisterdienst möglich, ein Briefkastenanlage so umzugestalten, dass Empfänger deren Namen mit A beginnen links oben zu finden sind, während Empfänger deren Namen mit Z beginnen ganz rechts unten anzutreffen sind.

1.    Die alphabetische Sortierung der Briefkastenanlagen garantiert die denkbar schnellste und einfachste Form der Zustellung. Je nachdem mit welchem Buchstaben der Name des Empfängers beginnt, weiß der Zusteller sofort in welche Richtung er seinen Blick lenken muss und er kann den Brief sofort, ganz ohne zu suchen, einwerfen. Und wenn er den betreffenden Namen an der entsprechenden Stelle, also neben Namen die mit dem gleichen Buchstaben beginnen, nicht findet, weiß der Zusteller auch sofort, dass der Empfänger dort nicht vorhanden ist. Noch ist es sicherlich Praxis die Briefkastenanlage zwei Mal zu durchsuchen, um einen fehlenden Empfänger auch wirklich nicht übersehen zuhaben.

2.    Ein kleines, aber lösbares Problem bei der alphabetischen Sortierung, stellen verschiedene Nachnamen pro Briefkasten dar. Uneheliche Partner mit eigenem Familiennamen oder Wohngemeinschaften mit vielen verschiedenen Familiennamen nutzen üblicherweise nur einen einzigen Briefkasten gemeinsam, da meist zu jeder Wohn- oder Gewerbeeinheit nur ein Briefkasten vorhanden ist. Die einfachste Lösung ist es, alle mehrnachnamigen Empfänger, den einnachnamigen Empfängern nachzuordnen. D.h. alle einnachnamigen Empfänger beginnen alphabetisch sortiert links und oben. Nach dem letzten einnachnamigen Empfänger (X), folgen die zweinachnamigen (X und Y), danach die dreinachnamigen (X, Y und Z) und falls vorhanden noch weitere. Die Sortierung der mehrnachnamigen Empfänger nach dem Alphabet kann unterbleiben. Das ist auch sinnvoll, weil in Wohnungen mit vielen Zimmern und Wohngemeinschaften die Namen sich öfter durch Umzüge ändern. Wichtig ist nur, dass der Zusteller zunächst die einnachnamigen Empfänger absuchen kann. Wird er nicht fündig, kann er weiter rechts unten suchen, ob der Name unter den mehrnachnamigen Briefkästen zu finden ist.

3.    Sinnvoll ist es natürlich auch die Sortierung der Klingelanlagen nach dem Stockwerk deutschlandweit zu vereinheitlichen. Der PKD sollte den Grundsatz vermitteln: „Briefkästen immer nach dem Alphabet und der Anzahl der Namen, Klingeln immer nach dem Stockwerk sortieren.“ Wird diese Sortierung durch die Aufklärungsarbeit des PKD in einigen Jahren zum Standard, wäre das sicherlich ein großer Erfolg vor allem für die Paketzusteller.

4.    Für sehr große Briefkastenanlagen ab 30 Einheiten ist natürlich die Sortierung nach dem Alphabet wenig praktisch, da ja bei jedem Umzug oder jeder Namensänderung die gesamte Anlage neu sortiert werden muss. Hier ist es weiterhin notwendig auf Adresszusätze zu achten. Der PKD hat hier die Aufgabe die Bewohner deutlich auf die Notwendigkeit des Adresszusatzes in allen Absendern und Veröffentlichungen des Senders/Empfängers hinzuweisen.

Offizielle Paketannahme durch Nachbarn

Die Abgabe oder Ersatzzustellung von Pakten bei Abwesenheit des Empfängers ist in Deutschland gängige Praxis. Da Postdienste am Werktage über die gesamte Tageszeit ausliefern, also dann wenn die meisten Menschen sich auf Arbeit befinden, ist dies oft die einzige Möglichkeit ein Paket zuzustellen. Die Deutsche Post DHL Group bietet zum Beispiel den „Empfängerservice-Wunschnachbar“ an. Im Internet können sich Paketempfänger ihren Nachbarn des Vertrauens also aussuchen, an den das Paket bei Abwesenheit übergeben werden soll. In der Praxis ist es so, dass es oft ein oder zwei Parteien in einem Haus oder auf einer Straße gibt, welche die Postmitarbeiter immer wieder gerne zur Paketabgabe nutzen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass diese Menschen fast immer anzutreffen sind. Es sind Rentner, Hausfrauen, HomeOfficeWorker und Geschäftsinhaber, die sich naturgemäß am Empfangsort aufhalten. Oft ist es sogar so, dass der Zusteller schon nach einem kurzen Klingelversuch beim Empfänger, gleich bei dem oft empfangsbereiten Nachbarn klingelt, denn der Zeitdruck ist bekanntlich hoch. Auch ein Nachbar der im Erdgeschoss wohnt, ist dem Zusteller deutlich lieber, als der Empfänger im sechsten Stockwerk. Diese Praxis können aber bisher nur erfahrene Zusteller nutzen. Neue Mitarbeiter müssen erst über die Zeit herausfinden, wo sie die Pakete günstigstenfalls abgeben können. Wenn also die Annahme von Paketen beim Nachbarn sowieso schon gängige Praxis ist, warum dann nicht einfach diesen Service auch offiziell anbieten, vereinfachen und erweitern.

·         Der PKD sorgt deshalb dafür, dass Kunden sich beim Postunternehmen als „PaketNachbar“ registrieren lassen können. PaketNachbarn sollten vorzugsweise im Erdgeschoss oder im ersten Geschoss wohnen oder arbeiten. Mit einem einfachen Aufkleber „PaketNachbar für Postdienst XYZ“ auf seinem Briefkasten kann der Postkunde ab sofort deutlich machen, dass er im Allgemeinen am Tage vor Ort anzutreffen ist und gerne Pakete für abwesende Nachbarn annimmt. Als Gegenleistung erhält der Kunde einige Gutscheine oder Vergünstigungen vom Postunternehmen.

1.    Der Postzusteller, auch wenn er neu ist, hat nun ganz einfach die Möglichkeit direkt am Briefkasten zu erkennen, welcher Nachbar für eine Ersatzzustellung bereit steht. Damit erspart er sich das mehrfache Klingeln bei abwesenden Personen. Menschen die gerade Ruhe wünschen oder ungern Pakete annehmen, müssen nicht mehr gestört werden. Und Nachbarn die gerne Pakete annehmen, können ihre Hilfsbereitschaft schon am Briefkasten signalisieren.

2.    Der Sendungsempfänger sollte wiederum die Möglichkeit bekommen, den PaketNachbarn als Standardempfänger festzulegen, wenn er weiß, dass die Zustellung bei ihm fast immer über den Nachbarn erfolgt. Dies kann er durch einen einfachen Aufkleber „Paketabgabe auch möglich beim PaketNachbarn“ deutlich machen. Der Postkunde sollte aber auch den PaketNachbarn (oder auch andere, unregistrierte Nachbarn) direkt per Aufkleber auf dem Briefkasten ausschließen können, wenn er die Ersatzzustellung nicht wünscht (z.B. wg. Nachbarschaftsstreitigkeiten oder allgemeinem Misstrauen) oder wenn das Paket wertvolle Gegenstände enthält. Dies gilt natürlich auch für Nachbarn die nicht ständig ungewollt als Paketabgabestation fungieren möchten. Diese erhalten vom PKD den Aufkleber „Keine fremde Paketabgabe bitte.“

3.    Die Maßnahme “PaketNachbar“ erspart dem Zusteller das unnötige Klingeln bei nicht anwesenden oder unpassenden Nachbarn, wenn der tatsächliche Empfänger nicht zu Hause ist. Wenn viele Empfänger den PaketNachbarn per Aufkleber als Standardempfänger wählen, dann werden lange Fahrstuhlfahrten und unnötiges Treppensteigen mit oft mehreren oder schweren Paketen hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Außerdem werden Postkunden (z.B. Ältere, junge Mütter, behinderte Menschen), die das häufige Klingeln von Paketdiensten als störend empfinden (vor allem zur Mittagszeit), nicht mehr verärgert.

4.    Über eine rechtsverbindliche Vereinbarung zw. Ersatzempfänger, Empfänger und Postunternehmen kann der PaketNachbar-Service zu einer sehr sicheren, schnellen und kostengünstigen Zustellart weiterentwickelt werden. Der PaketNachbar wird dann quasi zum helfenden Mitarbeiter des Postunternehmens. Die obligatorische kurzbriefliche Benachrichtigung des richtigen Empfängers über die Abgabe beim PaketNachbarn sollte natürlich erhalten bleiben.

Paketannahme mittels Paketkästen

Das Problem der Paketzustellung bei Abwesenheit gibt und gab es natürlich auch in anderen Ländern, so z.B. in der DDR. Da ich in der DDR aufgewachsen bin kann ich mich noch gut daran erinnern wie die Paketzustellung damals, unter Mangelbedingungen, ganz einfach gelöst wurde. Die folgende Idee kommt daher nicht von mir, sondern aus meiner Erfahrung. Die Deutsche Post AG kündigt nun schon seit einigen Monaten das Aufstellen von Paketkästen in Wohnhäusern in Berlin an und genau um diesen Annahmeweg geht es. Auch einige Startup-Unternehmen habe ich im Internet entdeckt, welche inzwischen große Paketbriefkästen anbieten, welche privat oder durch Unternehmen gekauft, aufgestellt und betrieben werden können. In der ehemaligen DDR konnte man es sich nicht leisten viele Zeiten und Wege aufzuwenden und bei jedem Paketkunden einzeln zu klingeln. Deshalb gab es auch in der DDR ganz selbstverständlich Paketaufbewahrungskästen. Diese befanden sich nicht innerhalb von Wohnhäusern, sondern direkt im öffentlichen Raum. In dörflichen Regionen musste das Paket beim Postamt abgeholt werden. Im städtischen Raum gab es für Straßenzüge, je nach Bevölkerungsdichte, an zentralen Orten immer mehrere Paketaufbewahrungskästen. Das Verfahren war denkbar einfach. Ein Postkunde der ein Paket erhalten sollte, wurde in seinem Hausbriefkasten über die Paketablage im Paketaufbewahrungskasten benachrichtigt. Zusätzlich zur Benachrichtigung wurde der Schlüssel für das entsprechende Paketfach in den Briefkasten eingeworfen. Also begab sich der Kunde mit dem (nummerierten) Schlüssel zum Kasten und entnahm das Paket. Nach der Entnahme zog er den Schlüssel vom Schloss ab und legte diesen, anstatt des Paketes, in den Paketkasten. Die Tür wurde ohne Schlüssel, durch einen Schnappmechanismus verschlossen. Der Schlüssel war also sicher verwahrt. Beim nächsten Paket konnte der Zusteller den Kasten einfach mit einem Zweitschlüssel öffnen, das neue Paket einlegen und den Schlüssel beim nächsten Kunden in den Briefkasten werfen. Dieses Verfahren war möglich, weil es in der DDR nur eine Post gab. Da hier bereits Anstrengungen durch Unternehmen vorhanden sind, möchte ich diese nur noch ergänzen.

·         Der PKD sorgt mit praktischer Hilfe und Aufklärung dafür, dass Kunden auf Wunsch einen öffentlichen Paketbriefkasten nutzen oder einen privaten Paketbriefkasten erwerben und an ihrem Empfangsort anbringen können. In Zusammenarbeit mit Briefkastenherstellern und den Kunden sorgt er für eine einfache und technisch-ausgereifte sichere Lösung der Paketannahme, Paketaufbewahrung und -entnahme.

1.    Private Paketkästen werden direkt im oder am Haus, oder auf dem Grundstück des Empfängers durch den PKD kostengünstig errichtet. Den Schlüssel zum Kasten hat der Kunde. Damit jedes Postunternehmen diesen Kasten nutzen kann, ist dieser Kasten -solange er leer ist- offen. Wird er gefüllt, dann kann jeder Paketzusteller, ohne Schlüssel, durch eine einfache Mechanik das Schloss „scharf“ stellen. D.h. nachdem der Kasten „scharf“ verschlossen wurde, ist er nur noch mit dem Schlüssel zu öffnen. Der Kunde wird über den Briefkasten oder eine Zeichengebung (aufstellbare Metall-Fahne, Fenster) am Paketkasten informiert, dass der Kasten „voll“ ist und kann das Paket dann durch Öffnung des Kastens per Schlüssel entnehmen.  

2.    Öffentliche Paketkästen (oder Paketzustellstationen) werden direkt im öffentlichen Raum, z.B. in der Nähe der Briefversendebriefkästen oder der seit einigen Jahren üblichen Paketversendestationen durch den PKD auf Initiative des Unternehmens oder von Kunden angebracht. Bei großen Wohnhäusern und Anlagen stehen sie direkt im Haus oder auf dem Grundstück des Gebäudes. Da diese Kästen sich im Besitz nur eines Postunternehmens befinden, ermöglichen sie auch nur die Annahme von Paketen eines Logistikers. Im Interesse der Kunden sind Kooperationen mehrerer Postunternehmen sicherlich sinnvoll. Oder aber man gewährt den Kunden einen Paket-Rabatt für die leichtere Zustellung und bindet sie dadurch entsprechend eng an das Postunternehmen. Die Paketkästen sollten verschiedene Größen an Paketen zulassen. Der Kunde kann bei seinem Postunternehmen von vornherein, z.B. per Internet, die Paketzustellung im öffentlichen Paketkasten wählen, oder einen Aufkleber „Paket bitte per Ö-Paketkasten“ an seinem Hausbriefkasten anbringen, den er vom PKD erhält. Die Benachrichtigung der Kunden über einen vollen Paketkasten erfolgt per Postkarte. Diese Postkarte kann z.B. einen Strichcode enthalten, welcher dem Kunden als Schlüssel zum Öffnen des Kastens dient. Für die Öffnung sind sicherlich schon Konzepte verfügbar.

Rechtsberatung

Der PKD wird natürlich immer auf Kunden treffen, die nur unwillig Änderungen an sehr mangelhaften Hausanlagen durchführen lassen wollen. Die sichere Briefzustellung kann aber nur erfolgen, wenn auch die notwendigen Geräte dafür in einwandfreiem Zustand vorhanden sind. Im Falle von verloren gegangenen oder entwendeten Briefen bei verweigerter PKD-Inanspruchnahme, kann der Postdienstleister mit Hilfe des PKD dem Kunden z.B. einen Haftungsausschluss schriftlich erklären.

·         Deshalb informiert der PKD alle Kunden umfassend auf allen Informationswegen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der Postzustellung.

1.    Er weist freundlich darauf hin, dass bei Wegeunfällen auf seinem Grundstück, vor allem bei Glatteis im Winter und bei Hundebesitzern, durchaus immense Kosten auf den Kunden zukommen können. Viele deutsche Entsorgungsunternehmen fahren schon seit Jahren eine eindeutige Linie. Privatgrundstücke werden aus Versicherungs- und Gefahrengründen grundsätzlich nicht mehr betreten. Abfallbehältnisse müssen immer zur Abholung direkt am Straßenrand bereitgestellt werden. Für die Postunternehmen ist diese harte Linie sicherlich kein Weg. Dennoch sollte auch der Respekt vor dem Menschen und damit vor den Mitarbeitern der Postunternehmen durch die Aufklärungsbroschüren des PKD mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.

Fahrzeuganpassung

Nachdem der PKD die optimale Aufstellung der Briefkasten erreicht hat, ist es nun erstmals auch sinnvoll den Fahrzeugfuhrpark Schritt für Schritt an die optimierte Zustellung anzupassen. In Deutschland herrscht Rechtsverkehr und die Fahrer sitzen auf der linken Fahrzeugseite. Die zu bedienenden Empfänger befinden sich auf der rechten Straßenseite. Daher muss der Postmitarbeiter der gleichzeitig Führer des Postkraftfahrzeuges ist, dieses für jede Zustellung auf der linken Seite verlassen und umlaufen. Das ist nicht nur unsicher, da immer der rückwärtige Verkehr beachtet werden muss, sondern auch umständlich. Oft beobachtet man Zusteller, die entweder gleich auf der linken Straßenseite halten, was natürlich verkehrswidrig ist. Oder sie halten am rechten Straßenrand, um die Adressen auf der linken Straßenseite zu bedienen. Hier ist also ganz offensichtlich Handlungsbedarf.

·         Immer dann wenn mit Kraftfahrzeugen zugestellt wird, sollte es möglich sein, die Briefkästen und Adressen am rechten Straßenrand direkt vom Fahrzeug aus oder durch ein sehr kurzes Verlassen des Fahrzeuges zu erreichen. Im Idealfall entscheidet sich der Postdienst direkt für Rechtslenker-PKWs. Diese wären leicht von ausländischen Herstellern, z.B. aus Großbritannien, zu beziehen. Die Zustellung wird so nicht nur schneller und einfacher, sondern auch wesentlich sicher für die Postmitarbeiter.

1.    Ein Briefpost-PKW der auf der rechten Seite (Gehweg) verlassen werden kann, oder aus dem direkt durch die Fensterscheibe Briefkästen bedient werden können, ist sicherlich ein große Hilfe für die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter müssen natürlich extra für das Führen von Rechtslenker-PKWs geschult werden. Auch kann es sein, dass eine Genehmigung für den Betrieb in Deutschland eingeholt werden muss. Über einen längeren Zeitraum kann das Führen von Rechtslenkern im Postalltag aber zur Selbstverständlichkeit und zum Markenzeichen des Postdienstes werden.

2.    Bei der Paketzustellung mit Post-Kleintransportern ist zu beachten, dass der Postmitarbeiter (besonders im ländlichen Raum) schneller unterwegs ist als der Briefzusteller und weniger oft anhält. Hier ist das Führen von Rechtslenker-Kfz nur dann sinnvoll, wenn die Geschwindigkeit (Überholvorgänge) und die Sicherheit im normalen Verkehr (ohne Zustellung) nicht leidet. Ein ausgiebiger Praxistest ist hier angebracht.

3.    Ein Rechtslenker-Post-Kfz sollte eine Schiebetür (statt der normalen Ausstelltür) als Fahrertür besitzen, die für eine Daueröffnung (auch während der Fahrt) arretiert werden kann. So vermeidet man, dass parkende Autos durch das Öffnen der Türe beschädigt werden können und man spart Platz beim Halten des Kfz, was dazu führt, dass günstigere Haltemöglichkeiten genutzt werden können. Der Zusteller kann so auf Wunsch (bei gutem Wetter) auch auf das ständige Öffnen und Schließen verzichten. Diese Optimierung kennen wir bereits vom Paketunternehmen UPS aus den USA.

4.    Wer nicht so weit gehen möchte, dem bieten sich noch andere Alternativen. Es hilft schon weiter, wenn die Zustell-PKW oder Transporter über einen durchgängigen Sitz und keine Mittelkonsole zwischen Fahrersitz und Beifahrersitz verfügen. So kann der Mitarbeiter über das rechte Fahrzeugfenster Briefkästen bedienen, Dies würde aber vorrausetzen, dass schmalere Fahrzeuge eingesetzt werden. Ein sehr kostengünstiger und einfacher Weg wäre die Umstellung auf spezielle Zustell-Motorroller. Diese müssten die gesamte Post einer Tour aufnehmen können und leicht abstellbar sein.

8.  Aufwand und Ertragsabschätzung:

Postdienstleistungsunternehmen verfügen über optimale Bedingungen um Kunden aufzuklären oder ihre Dienste, also auch den PKD und dessen Maßnahmen, zu bewerben. Eine Broschüre zu erstellen und über das eigene Zustellnetz zu verteilen ist  kostengünstig realisierbar. Die Informationen des PKD auf eigenen Internetplattformen oder über Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften zu verbreiten ist eine sehr günstige Variante die Ziele des Projektes EASYWAY ohne großen technisch-praktischen Aufwand vor Ort voranzubringen. Im Vergleich zu dem geringen Aufwand und Kosten die für die Informationskampagen anfallen, ist sicherlich damit zu rechnen, dass die praktischen Einsparungen, den Aufwand einer Informationskampagne bereits überwiegen.

·         Nachdem der PKD auch seine praktische Arbeit vor Ort aufgenommen hat, sind zunächst überschaubare Investitionen notwendig. Dies betrifft vor allem Materialkosten für Aufkleber und Broschüren, sowie Kosten für Fahrzeuge, Werkzeuge, Werkmaterial und nicht zuletzt für Mitarbeiter. Höhere Kosten sind jedoch nur über einen begrenzten Zeitraum zu erwarten.  Ist nach ca. 2-4 Jahren ein besserer Zustand der Empfangsorte und eine gute Aufklärungsquote erreicht, dann sollten die Kosten für die praktische Arbeit des PKD vor Ort beim Kunden wieder deutlich sinken.

1.    Der PKD benötigt keine neuen oder besonders ausgebildeten Mitarbeiter, sondern kann auf erfahrene und geeignete Kräfte aus den eigenen Reihen des Unternehmens zurückgreifen, wie z.B. die PR-Abteilung und die Zusteller. Die Umschulung und Ausbildung von Postmitarbeitern zu PKD-Dienstleistern ist sicherlich in einfachen Kursen zu bewältigen. Die ausgebildeten Zusteller selbst sind am besten in der Lage Öffentlichkeitsarbeit vor Ort durchzuführen. Ein PKD-Mitarbeiter sollte kommunikativ begabt und handwerklich versiert sein. Die Arbeit des PKD eignet sich aber auch für Quereinsteiger, für Menschen aus Handwerksberufen oder ehemalige Hausmeister.

2.    Eine ausführliche Kosten-Nutzen-Rechnung ist für mich als Externer sicherlich schwierig. Deutschland verfügt über 40 Millionen Haushalte und eine unbekannte Zahl an Gewerbeadressen, welche alle über einen Briefkasten verfügen, sofern sie ihre Post nicht über ein Postfach beziehen. Die Anzahl der zustellenden Mitarbeiter bei Postunternehmen, sowie die Fahrzeuganzahl geht sicherlich in den Zehntausender Bereich. Bei der konsequenten Umsetzung des Projektes im ersten Jahr ist mit einer Zeit- und Kostenersparnis für die Brief- und Paketzustellung beim Kunden von etwa 2-3% zu rechnen. Aufgrund der Reichweite und Größenordnung die das Projekt hat, wirkt jede Verbesserung direkt auf die zeitliche und körperliche Auslastung der Mitarbeiter, sowie auf die Betriebskosten z.B. für Fahrzeuge, ein. 

3.    Nach einer Einführungsphase von EASYWAY ist nur noch die dauerhafte Erhaltung des guten Zustandes zu bewältigen. D.h. die Investitionen und PKD-Vor-Ort-Teams können dann schrittweise wieder verkleinert werden. Aufgrund des sehr hohen Umsatzvolumens der Postdienste, ist über einen überschaubaren Zeitraum eine Zeit- und Kostenersparnis in Höhe von etwa 5-10% und die Einsparung eines Millionenbetrages sicherlich erreichbar.

9.  Fazit:

EASYWAY ist die Antwort der Postdienstleister auf die Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft, die immer stärker von Internet und Wettbewerbsdruck geprägt ist. EASYWAY ist für alle ein Gewinn.

·         EASYWAY ist leicht umzusetzen und in der Lage die deutschen Postzusteller und ihre Mitarbeiter spürbar zu entlasten und das Betriebsergebnis deutlich zu verbessern. Ich schätze, dass in ländlichen Räumen, in Eigenheimsiedlungen und an Briefkastenanlagen bis zu 15% Gesamtersparnis an Zeit und Kosten möglich sind. Über den gesamten bundesdeutschen Zustellbetrieb sind 5 - 10% Gesamtersparnis, im Vergleich zu heute  denkbar. Eine Investition, die sich also zweifellos lohnt.

1.    Der engere und freundlichere Kontakt der Zusteller und PKD-Mitarbeiter mit dem Kunden, die erhöhte Sicherheit, mehr Sauberkeit der Briefsendungen, weniger Zustellfehler, schnellere Zustellungen, weniger Paketrücksendungen, weniger Paketabholungen durch Kunden in den Postfilialen führen natürlich zu wesentlich zufriedeneren Kunden und eine erhöhte Kundenbindung.

2.    Auch die Mitarbeiter profitieren durch weniger körperliche Belastung, mehr Sicherheit, weniger Unfälle, weniger Zeitdruck und mehr Kundenzufriedenheit. Zufriedenere und weniger gestresste Mitarbeiter melden sich weniger krank und stellen geringere Anforderungen an die Vergütung ihrer Arbeit. Falls das Projekt EASYWAY sogar zu weniger Bedarf an Zustellern beim Unternehmen führt, ist es möglich diese Mitarbeiter in der PKD-Abteilung aufzufangen. Betriebsbedingte Kündigungen sind daher nicht notwendig.

3.    Nicht zu vernachlässigen ist der Umweltnutzen des Projektes. Das Projekt führt zu weniger CO2-Emmissionen, weniger Verkehr und weniger Fahrzeugverschleiß und ist daher auf jeden Fall auch ein Imagegewinn in Bezug auf Umweltfreundlichkeit.

10.                   Urheberrecht:

Projekt EASYWAY. © 2015 Maik Berger. www.horizonta.de. Büro für Finanzen, Immobilien, Energie & Unternehmen in 02906 Mücka, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Dieses Werk ist urheberechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verbreitung, auch in veränderter Form, besonders das elektronische Einlesen und die Weitergabe über das Internet, bedarf der schriftlichen Einverständniserklärung des Urhebers, insoweit es sich nicht um private Zwecke handelt. Die genannten Marken und Firmennamen sind Eigentum des jeweiligen Inhabers.

11.                   Beratungsangebot:

Gerne bin ich bereit Ihnen die Nutzungs- und Vervielfältigungsrechte für dieses Projektkonzept vertraglich zu übertragen. Gerne stehe ich Ihnen auch dauerhaft mit meinem Beratungs- und Dienstleistungsangebot bei der Verwirklichung und Umsetzung zur Verfügung. Danke für ihre Aufmerksamkeit.

 

Mit freundlichen Grüßen, Maik Berger (Autor), www.horizonta.de

 

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